Terrassenlandschaft Zälg
Die Terrassenäcker in der Zälg nordöstlich des Dorfes Erschmatt bilden eine eindrückliche Kulturlandschaft. Auf einer Höhe von 1100 bis 1600 m.ü.M. gelegen, pflanzten dort die Leute von Erschmatt und Bratsch ihren eigenen Roggen zur Selbstversorgung an. In den letzten 60 Jahren haben sich der Charakter der Zälg und ihre Biodiversität grundlegend verändert. Es ist Aufgabe von uns allen, dieses Kulturerbe mit seiner Artenvielfalt durch angepasste Nutzung auch für die kommenden Generationen zu pflegen und zu erhalten.
Zälg früher
Die Ackerterrassen waren in eine Untere und Obere Zelg aufgeteilt, die abwechslungsweise ein Jahr brach lag und ein Jahr mit Winterroggen bepflanzt wurde. Dieses Zweizelgen-Brachsystem entstand im 16. Jahrhundert und hielt sich bis Ende der 1960er Jahre.
Zälg heute
Der grösste Teil der ehemaligen Roggenfelder wird heute beweidet. Insgesamt elf Terrassen hat der Verein Erlebniswelt Roggen Erschmatt zusammen mit Pro Natura Wallis wieder umgebrochen und pflanzt dort Winterroggen an, was vielen selten gewordenen Pflanzen und Tieren Lebensraum verschafft.
Bewirtschaftung der Ackerterrassen
Der Getreideanbau auf Ackerterrassen im Berggebiet erweckt wieder vermehrt Interesse, zeichnet sich aber durch einen hohen maschinellen Aufwand aus. Ein Knackpunkt beim Anbau ist die Getreideernte und es gibt bis heute keine angepassten Maschinen, um das Getreide maschinell zu ernten.
Geschichten und Ereignisse
Sage - Der geprellte Teufel
Geschichte zur Zälg und dem Hugostein
Die Ackerterrassen wurden jährlich abwechselnd einmal in der oberen Zälg und einmal in der unteren Zälg mit Roggen bepflanzt. Das war aber nicht immer so...